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TEAM SCHWARZ GOES TROMSØ

Wie alles begann…

Neben gefühlten hundert anderen Ideen hatte ich zwei Projekte schon länger im Kopf. Zum einen war es im Winter nach Skandinavien zu reisen, zum anderen weckten meine Teamkolleginnen längst ein in mir ungeahntes Interesse, „irgendwann einmal“ an einem Laufevent Teil zu nehmen. Als ich Mitte November die Einladung vom Team Schwarz INSIDE* erhielt, im Jänner am Polar Night Half Marathon in Tromsø mit dabei zu sein, stand für mich fest: Das ist ein Zeichen - ich muss nach Norwegen! Besten Gewissens, dass meine Familie gut versorgt sein würde, konnte ich also in die Organisation gehen. Schritt Nummer eins: Ein Trainingsplan muss her.

Ich bin ein sportlicher Typ und probiere gerne Neues aus, doch Ausdauertraining hatte ich bisher nie wirklich am Programm. Unser Fitness-, Gesundheits- und Mentaltrainer Mag. Klaus Unterberger schickte mich prompt aufs Laufband und stellte mir einen „knackigen“ Trainingsplan zusammen, der mich in wenigen Wochen so fit wie möglich machen sollte. Danke Klaus, hat tatsächlich geklappt!

Manuela vom Team Schwarz INSIDE - selbst erfahrene Marathonläufern und Powerfrau erster Klasse - kümmerte sich mit Hingabe um eine perfekte Organisation unseres Abenteuers. Ein großes Dankeschön an dich!
Wir alle wollten die Natur so hautnah wie möglich erleben, daher beschlossen wir, auf einem Campingplatz zu übernachten - in kleinen roten Holzhütten, genau so, wie man es von Reisemagazinen und Postkarten kennt. Unsere Vorfreude stieg allmählich ins Unermessliche.

Und dann wurde es ernst…

Mittwoch, 3. Jänner 2018. Der liebe Adi brachte uns mit dem Hotelbus - trotz Sturm und Stauzone - sicher und auf den letzten Drücker, aber immer noch früh genug zum Flughafen München. Von dort aus flogen wir mit der Norwegian Air über Oslo nach Tromsø. Am Ziel angekommen konnten wir sofort sehen, welche Schneemengen uns in den nächsten Tagen erwarten würden. Alles war weiß. Alles war gut. Unser Taxifahrer und - wie sich herausstellte aufgrund der Olympischen Winterspiele 1964 sportbegeisterter Österreich-Fan - bereitete uns während des Transfers auf die Stadt nördlich des Polarkreises vor und gab uns wertvolle Sightseeing Tipps, die wir rückblickend (fast) alle befolgt haben.

Tromsø* – das Tor zum Eismeer

Als wir nach der langen Anreise bei dichtem Schneefall und mitten in der Nacht am Campingplatz ankamen, waren wir alle gleich ergriffen von der romantischen Kulisse. Unsere Hütte war klein, doch wohlig warm und mit dem Nötigsten ausgestattet. Fünf Frauen und ein Minibad, drei Gabeln und zwei Löffel, dafür aber weihnachtliche Beleuchtung in den Fenstern – also alles wunderbar!

FIT INS NEUE JAHR

Es wäre nicht Manuela, wenn sie uns nicht dazu animiert hätte, am nächsten Tag noch vor dem Frühstück eine Runde Laufen zu gehen. Als Frühaufsteherinnen wollten Magdalena und ich uns dieses Erlebnis nicht entgehen lassen und waren gerne mit dabei. Es hat sich gelohnt, denn die Endorphine schlugen schon nach den ersten Metern Purzelbäume. > Im Video seht Ihr die Trainingsbedingungen im Winter - wohlbemerkt bei Tag - mit dem üblichen Schneefall zu dieser Jahreszeit. An die Dunkelheit gewöhnten wir uns schnell, die sich während der Mittagszeit für ca. zwei Stunden in ein etwas helleres dämmriges Licht verwandelte und den Tag aber rasch wieder in düstere Gemütlichkeit einhüllte. Nach dem Morgensport trafen wir uns mit Virginie und Pauline zum norwegischen Frühstück. Ergänzend zu Brot, Müsli, Käse und Co gab es geräucherten Lachs, oder Fisch, selbst Nutella aus der Tube…Muss man auch mal gesehen haben. Wir erkundeten uns bei Mr. Mats von Tromsø Camping und bekamen alsbald eine Vorstellung davon, dass die Norweger in anderen Dimensionen denken…

A NICE WALK 

…bedeutet hier etwa eine Strecke von 4 km ins Zentrum, one way. Wie gut, dass wir für den Sport in den Norden gereist sind! Und so erkundeten wir die Stadt und erlebten unglaublich viele Eindrücke, die uns mit Sicherheit für immer in Erinnerung bleiben werden. Schnee, Schnee und nochmal Schnee. Unzählige Fenster, Häuser und öffentliche Gebäude waren liebevoll beleuchtet. Wir waren unfassbar gut drauf und neugierig auf Land und Leute. Nicht weit von uns befand sich das 1965 erbaute Wahrzeichen der Stadt - die Eismeerkathedrale - mit Blick auf den atemberaubenden > Hafen. Über die weitläufige Hängebrücke gelangten wir ins Zentrum, das uns mit seinen jahrhundertealten Holzhäusern in Kombination mit moderner Architektur sofort in seinen Bann zog.

PARTY MAL ANDERS

Für alle Läufer fand abends im arktischen Erlebnismuseum Polaria eine Pastaparty statt. Wie gut, dass wir in weiser Voraussicht unsere Partyoutfit schon gar nicht eingepackt hatten. Spartanisch, ohne jeglichen Schnickschnack und in absoluter Stille trafen wir auf eine Party á la Norway. Das Museum war toll, die Seehunde zum Fressen süß, doch im Festefeiern könnten die Norweger noch einiges von uns Tirolern lernen. Im Allgemeinen sind die Menschen dort eher zurückhaltend und reagieren quasi nur auf Anfrage, auch gut. 

STORSTEINEN WIR KOMMEN

Bereits bei der Ankunft in Tromsø ist uns DER BERG aufgefallen. Die Aussichtsplattform auf dem Hausberg Storsteinen sah nicht allzu weit entfernt aus. Für uns war klar, dass wir uns zu Fuß auf den Weg machen würden und nicht - wie uns der Taxifahrer geraten hatte - mit der Seilbahn Fjellheisen. Wir kommen ja schließlich aus den Bergen und da Mats gemeint hatte, es wäre ein weiterer „nice walk“ bis auf die Spitze, packten wir uns was zum Trinken, ein paar Powerriegel und etwas Obst ein und machten uns auf den Weg. Pauline hatte es im Gespür, dass es „etwas mehr“ als ein schöner Spaziergang werden würde, trotzdem schloss sie sich tapfer dem Rest der Gruppe an.

Im Sommer hätte Mats vielleicht recht behalten, doch im Winter, bei eingeschneiten Schildern und Wegen, bei Tiefschnee und nächtlichen Bedingungen, bei immer dichter werdenden Nebel und menschenleeren Pfaden war > unser Walk eine wirklich gute Vorbereitung auf den Polarlichterlauf am Folgetag. Dank Google Maps und Stirnlampen haben wir unser Ziel zum Glück nach etwa 2 ½  Stunden erreicht und trafen auf der Hütte auf jede Menge entspannte und unangestrengte Urlauber, die mit der Seilbahn den Gipfel erklommen hatten. Gähn, wie langweilig! Trotz der Anstrengung war es ein unvergesslicher Ritt auf den Berg. Pauline war die Heldin des Tages, Mama Virginie Motivationstalent der Stunde (Stichwort Fjällräven), Manuela war unser sprechendes Koordinatensystem und Magdalena - wie immer - unsere Foto-Queen, die während des ganzen Trips keine Gelegenheit ausließ, um die besonderen Momente auf ihrem Handy fest zu halten. Danke für die vielen tollen Bilder, > Magdalena!

Samstag, 6. Jänner 2018. Dichter Schneefall. Unsere Nervosität war schon in der Früh spürbar und wurde von Stunde zu Stunde größer, trotzdem versuchten wir cool zu bleiben. Was sollten wir bloß anziehen? Nicht zu viel, nicht zu wenig. Welche Unterwäsche? Welche Funktionsjacke? Man musste schließlich an alle Witterungen denken. Top ausgerüstet machten wir uns schließlich auf den Weg ins Zentrum. Es hörte auf zu schneien und das Wetter beruhigte sich. 

HAVE A NICE RUN

…so verabschiedete mich die Verkäuferin, bei der ich mir kurz vor Start eine Garnitur Spikes! gekauft hatte. Ohne Spikes wäre der Run wohl eher zur gnadenlosen Rutschpartie geworden. Nun waren alle bestens versorgt. Und wieder stellten wir fest, dass die Norweger keinen großen Wert auf Beschilderungen legen. Es war mehr oder weniger ein glücklicher Zufall, dass wir unsere Startnummern noch rechtzeitig bekommen haben.

Im Start- und Zielbereich wimmelte es bereits von Läufern, die meisten davon kamen aus den skandinavischen Ländern. Die „Fischers from Austria“ - so hatte uns Manuela öfters vorgestellt - hatten sich recht schnell herumgesprochen und wir wurden hie und da grinsend erkannt. Man konnte sich für den Halbmarathon, den Manuela, Magdalena und ich gewählt hatten, den 10km Lauf - für diesen hatten sich Virginie und Pauline (welch einzigartiges Mutter-Tochter-Erlebnis!) entschieden - und für den 5km Lauf anmelden. Insgesamt nahmen etwa 2100 Läufer teil. Nach einer kurzen Aufwärmeinheit ging es auch schon los. Die Stimmung und die Atmosphäre waren ein Traum. Die gesamte Strecke wurde mit Öllichtern beleuchtet, eine traumhafte Kulisse. Schnell hatte jeder sein Tempo gefunden. Viele Menschen standen zum Anfeuern an der Strecke, Kinder und Laufbegeisterte haben uns mit HEYA-Rufen angefeuert. Es war eine anspruchsvolle Strecke auf Schnee und Eis, einige Steigungen, dann wieder Gefälle, gewendet wurde beim Flughafen und bei der letzten Etappe bekamen wir zur Krönung noch den arktischen Polarwind zu spüren.

Für meinen ersten Lauf habe ich mir vielleicht nicht die einfachste Strecke ausgesucht, doch es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Während eines Halbmarathons hat man viel Zeit nachzudenken. Schon beim Training habe ich eine neue Seite an mir kennen gelernt. Bisher hatte ich beim Sport bzw. beim Training noch nie ein Ziel vor Augen. Wenn du läufst, musst du dir deine Reserven einteilen. Du kannst nicht von Beginn an Vollgas geben und lernst, besser auf deinen Körper zu achten. Die Bewegung an der frischen Luft hat mir natürlich gut getan und ich werde mit Sicherheit mit dem Laufen weitermachen. Besonders schön fand ich jedoch das Gruppenerlebnis. Wenn man sich im Ziel in die Arme fällt und man weiß, man wird sich bei jedem Treffen an diese Zeit erinnern…Das zu erleben war einfach WOW!

Nach dem Rennen gönnten wir uns ein Heißgetränk, um alles nochmal revue passieren zu lassen. Danach gab es ein „lecker-Runners-Dinner“ im Scandic Hotel. What a day!

DIE LETZTEN BEISSEN DIE HUSKYS ODER SO ÄHNLICH…

Unsere Norwegen Reise wollten wir mit einer Husky Schlittentour durch die Wildnis abschließen. Hier ein Dankeschön an Virginie, die dieses Highlight für uns schon im Vorhinein organisiert hatte. Voller Vorfreude und Spannung fuhren wir ins Camp Tamok, das etwa 1,5 Fahrstunden südlich von Tromsø liegt. Dort angekommen bekamen wir astronautenähnliche Thermoanzüge, die bei -16° C ihre Topleistung erbrachten, Fellmützen, Thermostiefel und die wichtigsten Instruktionen - ein "göttliches" Bild. Die Huskys warteten schon aufgeregt und jaulend auf uns. Mehrere Schlitten und EIN Guide namens Dave! Wir sprangen also ins kalte Wasser, denn jede von uns kam zum Vergnügen, einen Schlitten samt Huskys zu steuern und seinen Beifahrer sicher durch die verschneite Winterlandschaft zu bringen. Mit dem Gespann in der Dunkelheit durch die Wildnis zu fahren, das Erlebnis, die Hunde zu führen und mit der Natur im Einklang zu sein, war unglaublich schön und einfach irre. Im samischen Rentierhirtenzelt gab es vor der Heimfahrt noch Tee, Suppe und eine süße Nachspeise zum Aufwärmen und Runterkommen. Welch wundervoller Abschluss für unsere Reise…

Der verlorene Koffer sowie der vergessene Schlüssel, unser Verlaufen in den Wäldern von Tromsø, der Streik der Huskys oder der Schneesturm, der uns einen Tag länger in Norwegen - so lernten wir auch ein Stückweit Oslo kennen - verweilen ließ, als geplant…all das ist eine andere Geschichte...

Ganz herzlich möchte ich mich bei Manuela (Spa Rezeptionistin und Leiterin der Säule "Bewegung" vom Team Inside), Magdalena (Abteilung Marketing, Schwerpunkt Grafik und Online Marketing), Virginie (Team Rezeption, Sprachgenie) Pauline (sportbegeisterte Gymnasiastin) bedanken. Ihr seid einfach der Wahnsinn! Wir haben uns perfekt ergänzt, jede trug auf ihre Art ihren individuellen Part zu dieser Reise bei. DANKE für ALLES!

Auch bei Familie Pirktl möchten wir uns bedanken - besonders bei Katharina - die unser Abenteuer von Anfang an begrüßt und uns unterstützt hat. Ohne den Schwarz  wären wir wohl nicht so schnell in Tromsø gelandet…

Danke auch an unsere Partner, Familien, Freunde und alle Daumendrücker zu Hause. Es tut gut zu wissen, dass man mental von Herzen getragen wird, wo auch immer man gerade ist.

Adi, die Fahrt mit dir zum Flughafen, auch die werden wir nie vergessen! Danke!

Leider konnten nicht alle ursprünglich interessierten Schwarz Gastgeber - wie zum Beispiel unsere Ideenfinderin Rita - am Polarlichterlauf teilnehmen, doch wir haben ihnen in Gedanken einige Kilometer des Runs gewidmet. 

Wenn auch nur für ein paar Augenblicke, in einer Nacht haben die Polarlichter für uns getanzt.

So sind wir gelaufen, in der Stille von Tromsø und es war schön...

In Hinblick auf ein aktives 2018 bleibt mir abschließend nur noch zu sagen:

HAVE A NICE RUN!                                                                                                                                                              
Eure Isabel

 

* Team INSIDE: Eine Projektgruppe vom Alpenresort Schwarz, die im Rahmen unserer vier Säulen Bewegung, Ernährung, Mentales und Soziales allen Schwarz Gastgebern einen Jahres-Veranstaltungskalender mit vielen verschiedenen Angeboten zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit anbietet.

* Tromsø verteilt sich auf drei Gebiete: Die Hauptinsel (Tromsøya), auf der die meisten Einwohner leben, mit dem Stadtzentrum, der Universität und dem Flughafen, das Festland im Osten mit der berühmten Eismeerkathedrale, und die Insel Kvaløya im Westen. Tromsøya ist mit Kvaløya und dem Festland über eine Brücke verbunden. In Tromsø leben etwa 75 000 Einwohner.