• DIE WAHREN "TO DO'S" IN DER WEIHNACHTSZEIT
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DIE WAHREN "TO DO'S" IN DER WEIHNACHTSZEIT

Es gibt eine Liste, die trägt den Namen der „to-plan“ Liste. Überlegungen wie die Anzahl der Gänge des Weihnachtsmenüs, die Reihenfolge der Geschenkübergabe am Heiligen Abend oder die Entscheidung für oder gegen die mattgoldene Christbaumspitze erhalten auf diese Weise Struktur.

Dann gibt es da noch eine sogenannte „to-organize“ Liste. Denn wer glaubt, dass mit der Planung alleine bereits abgeschlossen ist, der liegt falsch. Es folgt die sorgfältige Organisation. Wann gelingt es am besten, unbeobachtet, still und heimlich, Weihnachtsgeschenke einzupacken? Wie sehen die Lieferzeiten des Onlineportals aus und wann ist somit der späteste Zeitpunkt für Bestellungen, wenn man sich garantierte Pünktlichkeit erwartet? Wo gibt’s den preiswertesten Sprühschnee und wo die batteriebetriebenen Lichterketten?

Und dann wäre da noch die bekannteste Liste – die „to-do“ Liste. Eine Aufzählung konkreter Anweisungen für sich selbst. „Tu dies! Mach das! Vergiss nicht jenes!“ … Trubel im Glitzermeer, 24 Tage Hektik und Rastlosigkeit, schnelle Wechsel zwischen Arbeitswelt, Supermama‘s Weihnachtskeksfabrik, geheimer Bastelwerkstätte und vollgestopfter Einkaufszentren – alles ist geregelt, alles geplant, organisiert und pünktlich am 24. Dezember dann auch gemacht und erledigt. Nur ein Zweifel bleibt. Stellst Du dir nicht auch manchmal die Frage: „Was ist denn nun eigentlich mit mir?“

 

Bleibe bewusst einfach einmal stehen

Mache Halt! Bleibe stehen. Versuche es, bewusst langsam zu gehen. Lass Deinen Blick langsam um dich schweifen und nimm wahr, was rund um dich herum passiert. Stell Die die Frage, wie sich Weihnachten im eigentlichen Sinne wirklich anfühlt. Was empfindest Du, wenn dicke Schneeflocken sanft wie Federn auf Deiner Nasenspitze landen? Genießt Du die Wärme selbstgestrickter Socken, eingewickelt in kuschelige Decken an dämmrigen Nachmittagen. Erlebst Du das Pochen Deines Herzens, wenn die weihnachtliche Musik der Bläsergruppe erklingt. Betrachtest Du die winterlichen Farben, bestaunst Du das wohlige Lächeln in den Gesichtern Deiner Lieben, lehnst Du dich zurück, kommst Du zur Ruhe, haltest Du an? An erster Stelle Deiner Liste sollte ab jetzt die Entschleunigung stehen.

 

Vereinbare mit Dir selbst Termine für Ich-Zeiten

Verschaffe Dir ganz bewusste Verschnaufpausen. Lege Zeitfenster fest, die nur für dich reserviert sind. Fixiere Deine Freiräume. Markiere diese mit greller Farbe in Deinem Kalender und versuche diese Zeiten strikt einzuhalten. Ein Nachmittag, der einfach nur Dir gehört. Ein Fernseherabend inklusive Serienmarathon und Popcorn. Ein Brunch mit lieben Freundinnen. Ein entspannender Saunagang. Ein Friseurbesuch. Eine gute Stunde in simpler Stille. Deinem individuellen Geschmack ist keine Grenze gesetzt – stelle dich ganz bewusst hin und wieder an die oberste Stelle Deiner Liste.  

 

Lerne mit allen Sinnen zu genießen

Begegne kleinen Freuden im Leben mit Deiner größten Aufmerksamkeit. Nimm den Geschmack hausgemachter Weihnachtskekse achtsam wahr. Schmecke Vanille, Zimt und Nelken und finde die wahre Süße des Lebens. Rieche den Duft von Orange, Mandarine und Weihrauch. Sehe das satte Grün der Weihnachtstannen. Fühle die Wärme einer Tasse Tee, während Du diese mit beiden Händen fest umklammerst. Lebe im Hier und Jetzt, in diesem Moment. Die Devise? Unbedachtes Genießen. Das Stichwort für Deine Liste? Genuss.

 

Finde die wahren Kraftquellen

Tanke Energie, indem Du dich gesund ernährst und für Auszeiten an der frischen Luft sorgst. Greife auf vitamin-, mineral- und ballaststoffreiche Gemüse- und Obstsorten zurück. Nutze das saisonale Angebot und genieße feine Köstlichkeiten aus Kürbis, roter Bete, Schwarzwurzel, Endivie und Co. Wärme Deinen Körper von innen heraus und verwöhne dich mit kraftspendenden Brühen, Suppen und Eintöpfen. Lasse Deiner Kreativität freien Lauf. Vermerke auf Deiner Liste die Forderung nach Kraftquellen für dich selbst zu suchen.

 

Zeige Mut zur Lücke

Insbesondere dann, wenn perfekt gerade noch gut genug ist, stoßen wir schnell an unsere Grenzen der Handhabbarkeit und Machbarkeit. Die schnellsten Einkaufstouren angesichts knapper Zeitressourcen, die ausgefallensten Geschenke, die zierlichsten und gleichzeitig aufwändigsten Weihnachtskekse, die meisten Überstunden, der schönste Christbaum … Wir müssen nicht perfekt sein. Sei mutig und werfe die weihnachtliche Perfektion über Board. Orientiere dich in diesem Jahr an den wahren Werten der Weihnacht. Verbringe Zeit mit Deinen Liebsten, schenke eine herzerwärmende Umarmung, höre tief in dich hinein, halten an und komme an. Die Formulierung für Deine Liste? Abstand von der Perfektion.

 

Versuche heuer eine neue, völlig andere Liste zu schreiben. Verwerfe die „to-plan‘s“ und die „to-organize‘s“. Keiner von uns braucht sie wirklich. Eine Liste jedoch darfst Du gerne behalten. Nämlich jene, die Dein Wohl häufiger an die erste Stelle setzt. 

 

Ich wünsche Euch allen von Herzen einen besinnlichen Advent und eine frohe Weihnacht.
Eure Laura